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Krillöl: Zusammensetzung, zugelassene Vorteile und Hinweise
Krillöl: Was steht wirklich auf dem Etikett?
Krillöl wird aus dem antarktischen Krebstier Euphausia superba gewonnen. Es ist ein Nahrungsergänzungsmittel, kein Arzneimittel. Für einen sinnvollen Vergleich zählt daher zuerst die Deklaration: die Tagesportion, die Mengen an EPA und DHA sowie die Hinweise zu Allergien und zur Einnahme.
Nicht Krillölmenge mit Omega-3-Menge verwechseln
„1.000 mg Krillöl“ beschreibt die Menge des Öls, nicht automatisch die Menge an Omega-3-Fettsäuren. Die Angaben werden je nach Produkt unterschiedlich ausgewiesen. Ein Beispiel aus dem aktuellen Sortiment: Zwei Kapseln eines Produkts liefern 1.000 mg Krill-Lipidextrakt, davon 200 mg Omega-3, darunter 120 mg EPA und 80 mg DHA. Ein anderes Produkt nennt 590 mg Krillöl pro Kapsel und ein Ölprofil mit 27 % Omega-3.
Vergleiche deshalb immer die Tagesportion und die konkret ausgewiesenen Mengen an EPA und DHA. Phospholipide oder Astaxanthin sind ebenfalls Deklarationsangaben; sie ersetzen diese Zahlen nicht.
Welche Aussagen sind zulässig?
In der EU gelten für EPA und DHA nur die zugelassenen gesundheitsbezogenen Angaben und jeweils ihre Bedingungen. Die Verordnung nennt zum Beispiel die normale Herzfunktion ab einer täglichen Aufnahme von 250 mg EPA und DHA. Ob ein Produkt diese Voraussetzung erfüllt, ergibt sich nur aus seiner eigenen Tagesportion und Deklaration. Daraus folgt keine Aussage zu Gelenkschmerzen, Hauterkrankungen, Gewichtsabnahme, Blutdruck oder einer Behandlung.
Quelle: Verordnung (EU) Nr. 432/2012 und Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 .
Allergene und Vorsichtshinweise zuerst lesen
Krill ist ein Krebstier. Die drei hier gezeigten Produkte weisen Krebstiere aus; zwei nennen zusätzlich Fisch oder Fischgelatine. Bei einer entsprechenden Allergie passt das Produkt nicht. Einzelne Herstellerhinweise raten bei Gerinnungsstörungen sowie bei der Einnahme von Antikoagulanzien oder Thrombozytenaggregationshemmern zu ärztlichem Rat. Schwangere und Stillende sollten die jeweiligen Packungshinweise beachten und fachlichen Rat einholen.
Überschreite die angegebene Tagesportion nicht. Nahrungsergänzungsmittel ersetzen keine abwechslungsreiche Ernährung.
So vergleichst du drei Etiketten
- Prüfe zuerst Allergene und Zielgruppe.
- Lies die empfohlene Tagesportion, nicht nur die Zahl auf der Vorderseite.
- Vergleiche EPA und DHA, wenn sie ausgewiesen sind.
- Bewerte Auslobungen nur zusammen mit ihren gesetzlichen Bedingungen.
- Bei Medikamenten oder einer Erkrankung: nicht auf allgemeine Produkttexte stützen, sondern ärztlich oder pharmazeutisch nachfragen.
Produkte zum Etikettenvergleich
Quellen
- Verordnung (EU) Nr. 432/2012 , Anhang, EPA/DHA-Angaben.
- Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 , Regeln für nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben.
- Produktdeklarationen der drei oben genannten Humasana-Produkte, abgerufen am 03.10.2026.