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Das Wesentliche

Fabian Müller über die Behandlung von speziellen chronischen Beschwerden im Darm und seinen Weg zur Naturheilkunde

Fabian Müller, Heilpraktiker für Darmgesundheit

Interview geführt mit Fabian Müller, Heilpraktiker aus München. Herr Müller hilft Patienten weltweit bei den unterschiedlichsten gesundheitlichen Beschwerden. Im folgenden Interview werden wir uns genauer über Darmgesundheit, bestimmte Therapien in der Gastroenterologie und seinen Weg zur Naturheilkunde unterhalten.

Guten Tag Herr Müller! Was hat sie dazu bewegt, Heilpraktiker zu werden?

Bevor ich mich mit der Naturheilkunde beschäftigte, war ich als Rettungssanitäter tätig. Eines Tages fuhren wir zu einem schweren Unfall und vor Ort betreute bereits ein Heilpraktiker den Patienten. Ich war von seiner Kompetenz erstaunt und unterhielt mich daraufhin nochmal privat mit ihm. Anschließend begleitete ich den Heilpraktiker eine Woche in seiner Praxis und schaute ihm sozusagen ein bisschen über die Schultern. Und da fand meine Inspiration für die Naturheilkunde auch schon ihren Ursprung. Generell fehlte mir beim Rettungsdienst der langjährige Kontakt mit den Patienten, weil du als Rettungssanitäter quasi nur bis zur Ankunft beim Krankenhaus für den Patienten zuständig bist.

Als Heilpraktiker ist das anders, da man länger mit dem Patienten in Kontakt steht und an der gesamten Patientenhistorie beteiligt ist. Ein weiterer Grund für mich, Heilpraktiker zu werden, war aber natürlich auch alleine der Fakt, mit pflanzlichen und natürlichen Mitteln einen Patienten zu heilen. Also begann ich neben meinem Rettungsdienst eine Heilpraktikerausbildung und reduzierte dann meinen Sanitäterjob mehr und mehr, bis ich irgendwann aufhörte und meine eigene Praxis für Naturheilkunde eröffnete. 

Was gefällt Ihnen an Ihrem Beruf und der Naturheilkunde allgemein am besten?

Wie bereits erwähnt, bin ich definitiv ein Fan davon, den Patienten langfristig zu begleiten und seine Erfolge, Entwicklungs- und Genesungsprozesse zu sehen. 

Was mir auch noch sehr an der Naturheilkunde gefällt, ist, dass man wirklich nicht nur versucht, Symptome zu lindern, sondern die Ursache des Problems zu finden und dieses zu behandeln.

Des Weiteren finde ich persönlich auch noch ganz toll, dass man bei der Naturheilkunde wirklich den ganzen Menschen sieht und man in vielfältigen Bereichen tätig ist, sowohl körperlich als auch psychisch. Natürlich gibt es auch bei Heilpraktikern bestimmte Spezialisierungen, dennoch wird aber auch da bei der Ursachenforschung der ganze Mensch betrachtet und nicht nur der spezifische Bereich. 

Haben Sie einen bestimmten Fachbereich in der Praxis und wieso haben Sie sich auf diesen bestimmten Bereich spezialisiert?

Mein Spezialgebiet ist die ganzheitliche Gastroenterologie. 

Begonnen habe ich auch ganz normal mit der Ganzkörper-Naturheilkunde. Mit der Zeit hat es sich entwickelt, dass viele meiner Patienten Probleme im Magen-Darm-Trakt hatten. Auch die Patienten, die eigentlich wegen Rückenschmerzen,Hautproblemen, Blasenentzündungen etc. zu mir kamen. Es führte ganz oft auf den Darm zurück und deshalb hat sich bei mir da langsam eine Spezialisierung entwickelt.

Wobei man aber trotzdem erwähnen muss, dass ich natürlich die ganzheitlichen Zusammenhänge auch mit anderen Organsystemen oder mit der Psyche betrachte und mich nicht nur steif und starr mit dem Darm beschäftige. 

Generell bin ich auch der Meinung, dass es definitiv als Heilpraktiker sinnvoll ist, sich auf einen bestimmten Fachbereich zu spezialisieren, wenn man sich beispielsweise sehr gut oder besser als der Allgemeinheilpraktiker mit einem bestimmten Organsystem auskennt.

Immer häufiger hört man, dass Menschen mit einem Reizdarm diagnostiziert werden, obwohl doch etwas anderes dahintersteckt. Woran erkenne ich, ob es sich um einen Reizdarm handelt oder doch um etwas anderes?

Einen Reizdarm erkennen kann man eigentlich gar nicht. Der sogenannte Reizdarm ist die Diagnose, wenn man alle anderen Krankheiten ausgeschlossen hat und man die Ursache für die Darmprobleme nicht finden kann. In der Schulmedizin werden häufig Magen- und Darmspiegelungen und Bluttests gemacht, um die Ursache zu erkennen und wenn sich da alles unauffällig verhält, dann bekommt man die Diagnose Reizdarm. 

Meiner Meinung nach kommt es darauf an, wie intensiv man auf die Ursachensuche geht. Bei ca. 90% meiner Patienten mit der Diagnose Reizdarm steckt eigentlich eine andere Ursache dahinter. Häufig liegen Störungen bei der Darmflora oder der Darmwand vor, wie das Leaky Gut Syndrom, das SIBO- oder das IMO-Syndrom. 

SIBO und IMO-Syndrome - was können wir darunter verstehen?

SIBO steht für “small intestinal bacterial overgrowth” und wird auch Dünndarmfehlbesiedlung genannt. Dabei siedeln sich quasi im Dünndarm Bakterien an, die nicht in den Dünndarm gehören. Das könnten beispielsweise Bakterien aus dem Dickdarm sein oder aber auch aus dem oralen Bereich. Diese Fehlbesiedlung kann eine Menge an Folgereaktionen mit sich ziehen. Beispielsweise kann auch so ein SIBO-Syndrom zu einem Leaky Gut Syndrom führen. 

IMO wiederum steht für “intestinal methanogen overgrowth” und dieses Syndrom kann, anders als beim SIBO, sowohl im Dünndarm als auch im Dickdarm auftreten. Beim IMO wird von den Keimen Methan produziert. Die Symptome sind bis auf die Verstopfung fast die gleichen wie beim SIBO Syndrom und auch hier kann es zu einem Leak Gut Syndrom kommen.

Was genau bedeutet das Leaky Gut Syndrom und wie wird es behandelt?

Mit dem Leaky Gut Syndrom ist eine erhöhte Durchlässigkeit der Darmwand gemeint. Man kann sich das so vorstellen, dass die Verschlussleisten, welche sich zwischen den Zellen der Darmwand befinden, geöffnet sind und bestimmte Toxine oder unverdaute Nahrung eintritt und Entzündungen im Körper auslöst. Das Leaky Gut Syndrom kann durch andere Krankheiten entstehen, kann aber auch Auslöser für andere Krankheiten sein. 

Behandelt wird das Syndrom, in dem man erstmal natürlich versucht, die richtige Ursache zu finden und diese zu behandeln. Dann versucht man den Entzündungsprozess herunterzufahren und abschließend dann die Darmflora und die Darmwand zu regenerieren.  

Was ist Ihre Vision von Präventivmedizin  für den Verdauungstrakt?

Für mich ist Präventivmedizin, dass man rechtzeitig falsche Entwicklungen mit der Darmflora erkennt und versucht frühzeitig einzugreifen. Und dass man sein Leben so gestaltet, dass möglichst wenige Schäden an Bauch oder speziell an der Darmflora verrichtet werden. Das bedeutet zum Beispiel, dass man mit Pro- und Präbiotika kontinuierlich versucht, den Darm zu regenerieren.

Was halten Sie von Pro- und Präbiotika? Haben Sie bestimmte Empfehlungen diesbezüglich?

Aus meiner Sicht sind Pro- und Präbiotika sehr wichtige Mittel. Allerdings kann ich natürlich keine allgemeine Empfehlung abgeben, da diese immer individuell an den Patienten angepasst werden müssen. Bei Patienten mit SIBO-Syndrom ist beispielsweise das normale, handelsübliche Prä- und Probiotika nicht geeignet bzw. gar kontraproduktiv, da diese vor allem auf die Sanierung des Dickdarms ausgelegt sind. Es gibt allerdings natürlich auch für jeden speziellen Bereich das passende Produkt. Generell checke ich meine Patienten zuerst auf SIBO- und IMO-Syndrom und führe eine Stuhluntersuchung durch. Danach verordne ich dann die Pro- und Präbiotika, die für den Patienten geeignet sind. 

Wenn Sie drei sehr praktische Ratschläge für unsere Gesundheit hätten, welche wären das?

  • Essen Sie langsam und kauen Sie wirklich jeden Bissen 33 mal

  • Probieren Sie regelmäßig verschiedene Entspannungstechniken wie beispielsweise Progressive Muskelentspannung, Meditation, Autogenes Gleichgewichtstraining

  • Ernähren Sie sich gesund, weniger Weizenprodukte und am besten Bio-Produkten ohne Konservierungsstoffe oder Emulgatoren

Wo kann man Sie finden, wenn man eine Beratung wünscht?

Sie können mich auf meiner Webseite per Mail oder per Kontaktformular kontaktieren und anschließend ein kostenloses Info-Telefonat vereinbaren. Ich betreibe Naturheilkunde telemedizinisch weltweit, insofern medizinisch möglich, und arbeite auch mit mehreren Heilpraktikerinnen und Heilpraktikern zusammen.

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