Das Wesentliche
  1. Das Wesentliche
  2. ›
  3. Ernährung
  4. ›
  5. Eisen in Lebensmitteln: Quellen, Kombinationen und wann ärztlicher Rat wichtig ist

Eisen in Lebensmitteln: Quellen, Kombinationen und wann ärztlicher Rat wichtig ist

zohre-nemati-hdrudRmTaes-unsplash

Eisen in der Ernährung: zuerst auf Lebensmittel schauen

Eisen ist ein Spurenelement. Es ist unter anderem Bestandteil von Hämoglobin in den roten Blutkörperchen und von Myoglobin in der Muskulatur. Wie viel Eisen eine Person braucht, hängt unter anderem von Alter, Geschlecht und Lebensphase ab. Eine Zufuhr unterhalb eines Referenzwerts ist jedoch nicht automatisch ein Eisenmangel. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) erläutert Referenzwerte und ihre Grenzen.

Welche Lebensmittel liefern Eisen?

Eisen kommt in pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln vor. Beispiele für pflanzliche Quellen sind Hülsenfrüchte wie Linsen, Bohnen und Erbsen, Vollkornprodukte, Haferflocken, Sonnenblumenkerne, Nüsse, grünes Blattgemüse und Pilze. Fleisch und Fisch enthalten überwiegend Häm-Eisen; pflanzliche Lebensmittel liefern vor allem Nicht-Häm-Eisen. Häm-Eisen ist im Durchschnitt besser verfügbar, doch auch eine abwechslungsreiche pflanzliche Auswahl kann zur Versorgung beitragen. Eine hohe Fleischzufuhr ist dafür nicht erforderlich.

Mahlzeiten klug kombinieren

Bei pflanzlichen Eisenquellen kann die Zusammensetzung der Mahlzeit eine Rolle spielen. Vitamin-C-reiche Lebensmittel wie Paprika, Brokkoli, Kohl, Zitrusfrüchte oder Beeren können die Aufnahme von Nicht-Häm-Eisen fördern. Praktisch bedeutet das zum Beispiel: Linsen mit Paprika und Petersilie, Haferflocken mit Beeren oder Vollkornbrot mit Rohkost kombinieren.

Kaffee und schwarzer Tee enthalten Polyphenole, die die Eisenaufnahme hemmen können. Wer die Aufnahme aus einer eisenreichen Mahlzeit verbessern möchte, trinkt sie besser nicht direkt dazu, sondern mit etwas Abstand. Einweichen, Keimen oder Fermentieren kann den Phytatgehalt von Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten verringern. Diese Hinweise ersetzen keine individuelle Ernährungsberatung. DGE: ausreichende Eisenversorgung

Was bei vegetarischer oder veganer Ernährung zählt

Bei vegetarischer und veganer Ernährung stammen die Eisenquellen überwiegend aus Pflanzen. Regelmäßige Mahlzeiten mit Hülsenfrüchten, Vollkorn, Nüssen, Samen und Gemüse helfen, die Auswahl abwechslungsreich zu gestalten. Die DGE weist darauf hin, dass der Eisenstatus und die Zusammensetzung der Mahlzeiten die Bioverfügbarkeit beeinflussen; es gibt deshalb keine einzelne „Wunderquelle“.

Symptome sind kein Selbsttest

Müdigkeit, Konzentrationsprobleme oder Blässe können viele Ursachen haben. Sie reichen nicht aus, um einen Eisenmangel festzustellen. Bei anhaltenden Beschwerden, einem Verdacht auf Mangel oder einer bekannten Erkrankung ist eine ärztliche Abklärung mit passenden Laborwerten der richtige Weg. Nahrungsergänzungsmittel mit Eisen sollten nicht zur Selbstbehandlung oder vorsorglich ohne abgeklärten Bedarf eingesetzt werden. Die Verbraucherzentrale rät, eine Einnahme mit einer Ärztin oder einem Arzt abzustimmen.

Kurz zusammengefasst

  • Eisenreiche Lebensmittel gehören in eine abwechslungsreiche Ernährung.
  • Pflanzliche Quellen lassen sich gut mit Vitamin-C-reichen Lebensmitteln kombinieren.
  • Kaffee und schwarzer Tee besser nicht unmittelbar zu einer eisenreichen Mahlzeit trinken.
  • Ein vermuteter Mangel gehört medizinisch abgeklärt; Nahrungsergänzung ist kein Ersatz für diese Diagnose.

Quellen